Katharina Brück

Katharina Brück

Effekte einer akuten Ausdauerbelastung auf den Fettmetabolismus von prä- und postmenopausalen Frauen

Hintergrund

In der Menopause sinkt die Estrogen Serumkonzentration stark ab, dies korreliert mit einem deutlichen Anstieg kardiovaskulärer Erkrankungen. Mechanistisch wird vermutet, dass der Anstieg des kardiovaskulären Risikos auf den zu beobachtenden Anstieg von Triglyceriden, Cholesterin und einem veränderten Verhältnis von HDL zu LDL zurückzuführen ist. In vielen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass Ausdauertraining diese Parameter positiv beeinflusst. Bisher liegen nur wenige Studien vor, die den Effekt eines akuten Trainings auf den Fettstoffwechsel bei Frauen vergleichend betrachten. Das Ziel der Studie war es dies bei prä- und postmenopausalen Frauen, mit vergleichbarem BMI zu untersuchen.

Methode

12 prämenopausale Frauen (25,0 ± 3,5 Jahre) und 12 postmenopausale Frauen (57,7 ± 4,3 Jahre) mit vergleichbarem BMI nahmen teil. Folgende Parameter wurden neben den Anthropometrischen Daten und der Körperzusammensetzung im Serum bestimmt: Triglyceride, HDL, LDL, HbA1C, Blutzucker, Estradiol, FSH. Während einer 30-minütigen Belastung auf dem Fahrradergometer wurde der Respiratorische Quotient (RQ) zeitabhängig ermittelt. Zur statistischen Auswertung erfolgte mit Microsoft Excel und IBM SPSS.

Ergebnisse

Trotz identischen BMI zeigten sich Unterschiede im Körperfett, der Muskelmasse und dem Bauchumfang (27,9 ± 3,9 zu 34,0± 2,4%; 72,0 ± 3,9 zu 65,9 ± 2,4%, 76,2 ± 7,4 cm zu 85,1± 5,5 cm). Es konnten signifikante Unterschiede im HbA1c, im Gesamt-Cholesterin und in der LDL Serum Konzentration beobachtet werden. Innerhalb der 30-minütigen Belastung konnten unterschiedliche Verläufe des RQs beobachtet werden. Während der RQ bei den prämenopausalen Frauen stetig sank, diese spricht für eine gesteigerte Rate des Fettmetabolismus, stieg der RQ bei der postmenopausalen Gruppe stetig an.

Diskussion

Die Daten zeigen, dass beide Gruppen trotz vergleichbarem BMI Unterschiede in der Körperzusammensetzung und im metabolischen und kardiovaskulären Risikoprofil zeigen. Offensichtlich haben postmenopausalen Frauen eine geringere Fähigkeit ihren Energiebedarf, bei einer modertaten aeroben Belastung über den Fettstoffwechsel abzudecken. Die Daten zeigen das niedrige Estrogenserumspiegel mit einer verringerten Fettstoffwechselleistung korrelieren. Individualisierte Trainingskonzepte könnten dem entgegenwirken, was in zukünftigen Untersuchungen verifiziert werden soll.