1.Preis 2010, Dr. med. Martin Götte

„Charakterisierung endometrialer Stammzellen im Kontext der menopausalen Endometriumhyperplasie”

Der Preis ist mit 1.250 Euro dotiert.

Adresse

Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Universitätsklinikum Münster
Albert-Schweitzer-Straße 33
48149 Münster

Charakterisierung endometrialer Stammzellen im Kontext der menopausalen Endometriumhyperplasie

Einleitung

Die Endometriumhyperplasie ist durch eine hormonabhängige erhöhte Proliferation des Endometriums gekennzeichnet. Hormonelle Veränderungen in der Perimenopause sowie eine postmenopausale Hormontherapie können die Entstehung einer Endometriumhyperplasie begünstigen, welche einen wichtigen Risikofaktor für die Entstehung eines Endometriumkarzinoms darstellt (1,2). Einen bislang nur unzureichend untersuchten Faktor bei der Entstehung der Endometriumhyperplasie stellt die Rolle endometrialer Stammzellen dar. Das Konzept einer Stammzellaktivität als Grundlage der enormen regenerativen Kapazität des Endometriums während der reproduktiven Phase der Frau ist mittlerweile durch eine Vielzahl von Publikationen belegt (3). Eigene Untersuchungen konnten zeigen, dass eine erhöhte Stammzellaktivität mit dem proliferativen Potential des Endometriums und mit der Pathogenese proliferativer Erkrankungen, wie der Endometriose und des Endometriumkarzinoms verknüpft ist (4,5). Basierend auf diesen Daten postulieren wir, dass eine fehlgeleitete Stammzellfunktion zur Ätiologie der Endometriumhyperplasie im Kontext der Menopause beitragen könnte.
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